Wie funktionieren Motorradverkaufsportale – Interview mit dem Gründer von ichwillmeinmotorradloswerden.de

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Im PKW-Bereich sind Verkaufsportale, die sofortigen Verkauf versprechen schon etabliert, für den Motorradverkauf eher Neuland. Interview mit dem Gründer

Ein neues Motorrad soll her und das alte steht noch auf dem Hof. Dieses Szenario hat wohl jeder schon mal erlebt. Nicht jeder möchte sich selbst um den Motorradverkauf kümmern. Für diese Zwecke gibt es mit „ichwillmeinmotorradloswerden.de“ ein neues Service-Angebot im Internet. Wie das funktioniert und welche Vorteile es bietet hat uns Gründer Kerim Gilbers in einem Interview verraten.

Gründer Kerim Gilbers

Gründer Kerim Gilbers

 

Hallo Kerim, bevor wir über Deine Idee sprechen – wie ist denn Deine ganz persönliche Beziehung zum Motorrad?

Hallo Martin, man kann sagen, dass ich mit Motorrädern verheiratet bin, ich lebe für Motorräder seit meiner Jugend. Motorräder sind meine große Leidenschaft und natürlich habe ich auch das eine oder andere Motorrad in meiner Obhut.
Seit meinem 12. Lebensjahr bin ich fasziniert von Motorrädern. 1998 habe ich dann ein Praktikum bei einer Motorradrennbahn gemacht. Seit diesem Praktikum wusste ich, ich möchte meine Leidenschaft zu meinem Beruf machen und habe alles daran gesetzt dieses zu verwirklichen.

 

Welches Bike fährst Du aktuell und mit welchem Motorrad verbindest Du eine besondere Geschichte?

Meine Leidenschaft für Motorräder begann vor vielen Jahren mit einem Bild einer Cagiva Mito. Dieses Bild trage ich noch immer bei mir, heutzutage allerdings auf meinem Handy. Als ich endlich alt genug war habe ich mir mein erstes Moped gekauft, eine Suzuki TSX aus dem Jahr 1990, die ich immer noch habe, und mein erstes Motorrad war ein Crossmotor Maico 250 aus dem Jahr 1981. Mittlerweile habe ich drei Motorräder: Die Cagiva Mito aus 1991, eine CBR 900RR Fireblade aus dem Jahr 1993 und eine Kawasaki Z1000 aus 2014.

 

Wie bist Du auf die Idee mit „ichwillmeinmotorradloswerden“ gekommen, was stört Dich an den bisherigen Verkaufsmöglichkeiten?

Ich habe die Gründer von Dealerdirect im Jahr 2010 kennengelernt und war sofort von deren Konzept des Verkaufs gebrauchter Autos begeistert. Da ich selbst Erfahrungen mit dem Verkauf von Motorrädern hatte, erkannte ich, dass es einen großen Bedarf gibt, motorisierte Zweiräder von privaten Besitzern an Händler zu verkaufen. Vor allem ist das Motorrad etwas Besonderes. Nur wer selbst ein Motorrad fährt weiß, dass es vor allem ein ideeller Wert ist, den man da besitzt. Autos werden viel mehr als Transportmittel genutzt, doch wir Motorradfahrer verbinden mit unseren Bikes vor allem Erinnerungen und Emotionen. Deshalb ist der Verkauf des Motorrads eine persönliche Sache. Und darauf achten wir bei ichwillmeinmotorradloswerden.de.

Außerdem hatten mich die bisherigen Möglichkeiten meine Motorräder zu verkaufen immer wieder enttäuscht. Anzeigen zu schalten und dann ewig lang zu verhandeln ist sehr mühsam. Wer sich nicht gut mit Motorrädern auskennt, kann da auch schnell unter Wert verkaufen. Der Aufwand den Verkauf selbst in die Hand zu nehmen kann sehr groß sein. Allein was die ganzen Besichtigungstermine angeht. Mit dem Konzept von ichwillmeinmotorradloswerden.de bieten wir allen Parteien, den privaten Motorradbesitzern einerseits und den Händlern andererseits, konkrete Hilfe beim Ver- beziehungsweise Ankauf.

Wir können mit unserem Konzept Angebot und Nachfrage passgenau zusammenbringen und allen Beteiligten den besten Service bieten. Einfach ein müheloser Verkauf und Ankauf. Im Jahr 2013 sind wir mit dem niederländischen Pendant zu ichwillmeinmotorradloswerden.de in den Niederlanden gestartet und seit diesem Jahr bieten wir unseren Service auch in Deutschland an.

 

Mal angenommen ich möchte mein Motorrad verkaufen, was muss ich tun? 

Das ist mit unserem Portal für den Verkauf gebrauchter Motorräder ganz einfach. Zuerst einmal meldest Du Dein Moped oder Motorrad an, nennst uns Marke, Baujahr, Modell und Kraftstoff – meist ist es ein Benziner, aber es gibt mittlerweile auch einige Motorräder mit Elektro-Antrieb. Wir werden Dich dann kontaktieren und noch ein paar Detailfragen zum Zustand Deines Zweirads klären. Natürlich solltest Du auch gute Fotos von Deinem Bike hochladen, ein guter Eindruck hilft natürlich beim Verkauf.

Außerdem werden wir Dich fragen, was Du mindestens für Dein Motorrad bekommen möchtest. Händler haben Zugang zu unserem System und können dann auf jedes Moped oder Motorrad bieten. Im Hintergrund läuft sozusagen eine Art Auktion für Dein Bike ab. Haben wir einen passenden Käufer für Dein Moped oder Motorrad gefunden, kontaktieren wir Dich und fragen, ob Du zu dem gebotenen Preis verkaufen möchtest. Dabei muss Dein Motorrad nicht zu einer technischen Begutachtung.

Der Preis den Du geboten bekommst, ist auch wirklich der der gezahlt wird. Nur wenn Dein Bike größere Mängel aufweist oder etwas in der Beschreibung verschwiegen wurde, hat der Händler die Möglichkeit vom Kauf zurückzutreten oder neu zu verhandeln. Aber Dein Bike wird sozusagen ungesehen vermittelt – ein großer Vorteil, der den ganzen Prozess viel einfacher macht. In den meisten Fällen sollte das innerhalb von 72 Stunden klappen. Die Bezahlung erfolgt dann bei der Übergabe an den Käufer meist in Bar. Wir wollen den ganzen Prozess schnell und einfach für unsere Kunden machen. Keine ewigen Diskussionen und lange Verhandlungen. Das ist unser Service.

 

Funktioniert das auch, wenn mein Motorrad noch finanziert ist?

Ja das ist auch möglich, wenn dein Motorrad noch finanziert ist, helfen wir bei der Abwicklung.

 

Wenn das so klappt habt ihr ja sicher eine Menge Motorräder auf dem Hof, was macht ihr mit denen? Seid ihr ein großer Gebrauchtmotorradhandel und jeder kann auch zum Kaufen vorbeikommen?

Wir haben weder einen Hof noch viele Motorräder. Denn unsere Besonderheit ist die reine Vermittlung von Kaufverträgen. Wir selbst kaufen keine Fahrzeuge an sondern vermitteln lediglich zwischen dem Verkäufer und dem Motorradhändler. Wir bekommen vom Händler lediglich eine Provision, für den Verkäufer ist unser Service kostenfrei denn wir finden das ist ehrlicher und erlaubt es uns, uns auf das zu konzentrieren für was wir uns einsetzen: einen super Service für einen reibungslosen Verkauf.

 

Abschlussfrage – was für ein Fahrertyp bist Du? Rennstrecke oder Tour? Wo trifft man Dich auf der Straße?

Rennstrecke und Tour, beides. Regelmäßig lade ich mein Sportmotorrad auf der Rennstrecke aus, um da meine Runden zu drehen. Es macht einfach riesig Spaß mal richtig Vollgas geben zu können.
In den Dolomiten ist allerdings meine Lieblingsroute für eine gediegene Tour mit meinem Motorrad. Die Landschaft ist einfach wunderschön. Aber auch im Sauerland könnt ihr mich auf der Straße finden. Dort gibt es wunderbare Strecken, um am Wochenende allein oder mit Freunden auf Tour zu gehen.

 

Weitere Informationen findet ihr auf der Website.

 

 

Comments

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Martin

Hallo, ich heiße Martin und habe mich entschlossen mit Motorradblogger viele Leute an meinem Hobby teilhaben zu lassen. Ich bin seit über 10 Jahren leidenschaftlicher Motorradfahrer und möchte hier über meine Erlebnisse und gefahrene Motorräder berichten. Über Eure Anregungen freue ich mich. Meine Seite auf Google+

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6 Responses

  1. Robin sagt:

    Hallo zusammen,
    wirklich ein informatives Interview.
    Freue mich immer, wenn ich Stories und Insights von anderen Unternehmern und Gründern aus der Motorradszene zu lesen bekomme.
    Gerne mehr davon. 🙂
    Besten Gruß,
    Robin von helmade

  2. Ulrike sagt:

    Hallo zusammen

    Also ich finde dieses Konzept nicht besonders gut. Im Grunde gibt es einfach gesagt nur einen Zwischenhändler, der an der ganzen Transaktionen ohne irgendwelche Verantwortung etwas verdienen will. Unterm Strich bekommt der Kunde somit weniger, denn der kaufende Händler bezahlt ja nicht mehr für ein Motorrad. Wenn man sich die AGBs der Firma durchliest stößt man schnell darauf, dass die Händler bieten sollen und ichwillmeinmotorradloswerden zieht dann eine Marge für sich ab und gibt den reduzierten Preis weiter. Manchmal kommen dabei auch völlig unseriöse Preise zustande. Wie z.B. bei einem Bekannten. Ihm wurde auf der Plattform viel weniger geboten als bei einem freien Händler. Der Unterschied waren genau 800,- EUR. Die Mitarbeiter kanten sich im Übrigen überhaupt nicht mit Motorrädern aus und machten nur Druck, dass er doch verkaufen solle. Seriös sieht anders aus. Ich würde solche Konzepte skeptisch betrachten. Zudem denke ich, dass es sich hier um einen gesponserten Artikel handelt, der nicht richtig kenntlich gemacht wurde. (gefährlich Martin).

    Gruß Ulrike

    • Martin sagt:

      Hallo Ulrike, vielen Dank für Deinen Kommentar. Natürlich haben sämtliche Verkaufsportale nicht das Ziel sich selbst zu ruinieren und Dir viel Geld für Dein Fahrzeug zu geben. Vielmehr bieten Sie die Möglichkeit einfach und bequem das Fahrzeug zu verkaufen und so jede Menge Ärger zu ersparen. In unser heutigen Zeit ist für viele Menschen die Freizeit wichtiger als der letzte € – wer möglichst viel Geld haben möchte wird auch weiterhin den Weg des Privatverkaufes gehen. Da niemand gezwungen wird sein Fahrzeug zu verkaufen finde ich diese Portale eine Bereicherung des Marktes – so etwas gab es vor ein paar Jahren noch nicht.

      Was ich jedoch wirklich nicht in Ordnung finde ist die Unterstellung das es sich bei diesem Interview um einen werblichen Artikel handelt. Gern kannst Du mir Deine Beweggründe für diese Behauptung aber per E-Mail mitteilen. Ich freue mich auf Deine Nachricht.

  3. Ulrike sagt:

    Hallo Martin
    Danke für die Antwort. In einem Interview wird nicht die Funktion einer Webseite erläutert. Mal angenommen ich möchte mein Motorrad verkaufen. was muss ich tun oder .Mein Motorrad ist finanziert funktioniert das auch.Das wird doch nicht in einem seriösem Interview mit einem Firmengründer gefragt. Zudem ist der Link im Textfluss ziemlich auffällig und bringt zusammen mit den richtigen Keywords einen schönes Advertorial. Derartige Texte müssen in einem redaktionellen Umfeld für einen Leser als Schleichwerbung erkennbar sein.

    Gruß

    • Martin sagt:

      Hallo Ulrike, vielen Dank für Deine Meinung. Meiner vorherigen Nachricht ist jedoch nichts mehr hinzuzufügen. Ich nehme mir die jounalistische Freiheit selber die Inhalte meiner Interviews festzulegen. Da ich meinen Blog nicht kommerziell führe und keinerlei Zuwendungen erhalte stelle ich dabei vor allem die Fragen, die mich interessieren. Auch entscheide ich selber welche Links ich setzen möchte. Ich wünsche eine schöne Weihnachtszeit.

  4. Kris sagt:

    Guter Beitrag. Mal schauen, ob sich das Format durchsetzen kann

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