Klassische Motorräder bei einer Oldtimer-Rallye

Eine Oldtimer-Rallye ist meist etwas für vierrädrige Gefährte. Doch viele Veranstalter haben auch eine Klasse für klassische Motorräder eingerichtet. Hier kann also einerseits auch aktiv gefahren oder einfach nur an de häufig einhergehenden Fahrzeugpräsentationen teilgenommen werden.

Bei der Teilname an einer Orientierungsfahrt des MSC Aachen vor etlichen Jahren waren daher auch eine alte Motorräder zu bestaunen, die ich natürlich fotografierte. Damals noch mit meiner ersten und leider nicht sonderlich guten Digitalkamera, weshalb die Bildqualität auch nicht so toll ist.

Wie hier im Blog schon mehrfach erwähnt, habe ich keinen Plan von den ganzen zweirädrigen Schätzchen. Daher kann ich auch kaum Aussagen dazu machen, was auf den Bildern denn nun für Maschinen zu sehen sind. Da wird sicherlich der ein oder andere Leser eher in der Materie sein und kann vielleicht in den Kommentaren hilfreiche Auskünfte geben.

Bei zukünftigen Veranstaltungen werde ich natürlich mehr darauf achten, welches Motorrad ich gerade fotografiere und insgesamt wird die Zahl der Bilder natürlich steigen. Bei der hier besuchten Veranstaltung interessierten mich die Autos halt mehr und daher gibt es nur so wenige Bilder der Moppeds.

So, nun seid ihr gefragt: Wer erkennt eines der obigen Motorräder?

Motorräder auf der Essen Motor Show 2011 – Bilder und Informationen

Bisher hatte ich die Essen Motor Show immer nur als Veranstaltung für den automobilen Tuningfreund in Erinnerung. Doch dieses Jahr sollte es – meiner Information nach erstmalig – auch eine Halle nur für Motorräder geben. Also machte ich mich auf zur Essen Motor Show 2001.

Der Presse- und Fachbesuchertag hat den Vorteil, dass man relativ ungestört rumlaufen und auch entsprechend gut Bilder machen kann, ohne das einem ständig Leute durchs Bild latschen. Ich hatte mich im Vorfeld schon informiert und herausgefunden, dass Halle 4 die für den Zweiradfreund ist. Auf dem Plan augenscheinlich eine der kleinsten Hallen, aber besser wie nix.

Hier gab es dann tatsächlich verschiedenste Motorräder aus diversen Kategorien vom Chopper bis zum Supersportler zu sehen und natürlich auch ganz viele Custombikes, denn wenn man Serienmaschinen sehen will, kann man ja auch zum örtlichen Händler eiern. Wobei ich entsetzt war, wie wenig Motorradhersteller dann letztendlich vor Ort waren. Auch große Zubehörfirmen machten sich fast alle rar.

Außer in Halle 4 waren übrigens noch an verschiedenen Ständen auf der gesamten Messe Motorräder verstreut, mache Firmen, die sonst eher für automobile Produkte bekannt sind, nutzen  Autos und Motorräder zur Präsentation oder Aufwertung des Stands.

Und glücklicherweise konnte ich auch in Halle 7, der Motorsportarena, gerade mitverfolgen, wie ein Stuntfahrer erst mit einem Stuntbike übte (Wheelies, Stoppies, auf dem Bike stehend, freihändig im Kreis fahren, etc.) und dann mit einer Enduro mit runder Konstruktion fuhr, die einen Überschlag ermöglichte.

Ich gebe hier mit den Bildern nur mal einen kleinen ersten Eindruck und werde auf diverse Maschinen und Stände noch im Einzelnen eingehen, da dies hier sonst sicherlich den Rahmen sprengen würde. Insgesamt habe ich rund 120 Bilder gemacht, die ich nicht einfach kommentarlos hier online stellen möchte.

Wollt ihr euch vor Ort selbst ein Bild machen: die Essen Motor Show 2011 hat vom 26.11.2011 bis zum 04.12.2011 wochentags jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an den Wochenenden sogar schon ab 9.00 Uhr. Die reguläre Eintrittskarte für Erwachsene kostet 16 Euro, das Parken 8 Euro.

Limitiertes Sondermodell: 2003 Suzuki GSX-R600 Alstare

Dieses Jahr erfüllte sich ein Bekannter ein Traum. Seit jeher war er wohl Fan der GSX-R-Modelle aus dem Hause Suzuki. Aber er wollte keine dieser üblichen weiß-blau lackierten Maschinen. Er wollte eine Alstare. Ich hatte es natürlich falsch verstanden, konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, was der amerikanische Tänzer und Schauspieler Fred Astaire mit Motorrädern am Hut hatte.


Da merkt man wieder meine mangelnde Erfahrung in Sachen Motorradsport, das Team Alstare Suzuki war wohl ein recht erfolgreiches in der Vergangenheit. Das Design des limitierten Sondermodells lehnt sich also an das Design der im Rennen eingesetzten Maschinen an. Und solch eine Suzuki GSX-R600 Alstare aus dem Jahr 2003 wollte mein Bekannter haben, da er sie vor einiger zeit schon einmal gesehen hatte und vom Aussehen begeistert war.

Leider ist die Maschine wie erwähnt limitiert verkauft worden. Nach bisherigen Informationen wurden 1.500 Stück gebaut, von denen alleine 1.000 Stück nach Amerika gegangen sein sollen. Und wie es bei Motorrädern schon mal ist, haben auch nicht alle bis heute überlebt. Aber irgendwann fand er ein passendes Modell, das man nun auf obigem Bild sieht.

Meint man nun, dass die Alstare schneller als eine serienmäßige Suzuki GSX-R600 sei, so täuscht man sich, denn es soll nur optische Unterschiede geben – sprich die Farben der Verkleidung und des Heckteils, des Tanks und der Felgen. Zwar besagen einige Quellen, es gäbe ein leicht geändertes Steuergerät bei der Alstare Gixxer, das noch höhere Drehzahlen ermöglicht, aber eine Bestätigung dafür gibt es nicht. Die Drehzahl ist mit 13.000 u/min. auch hoch genug und wie mein Bekannter bestätigte, muss die Maschine, um flott aus der Kurve zu kommen, immer im oberen Drehzahlbereich gehalten werden. Ist halt kein Cruiser-Mopped. ;-)

Das besondere Design ist zugleich auch ein Nachteil der Suzuki Alstare. Denn während die Technik beliebig mit anderen Modellen dieser Serie austauschbar ist, hat man bei Umfallern oder Stürzen echt ein Problem. Denn aufgrund der Seltenheit sind die Teile der Verkleidungen, etc. noch seltener und nicht gerade billig, wenn dann mal welche angeboten werden.

Wie ich finde ein schönes Motorrad, auch wenn die Farbgebung sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Aber zum Glück sind die Geschmäcker auch verschieden, sonst würden ja alle das gleiche Mopped fahren.

Klassische Motorräder beim Nürburgring Revival 2011

Neben der auf dem Besucherparkplatz stehenden BMW R 75/5 beim Nürburgring Revival 2011 gab es auch im offiziellen Bereich der wiedereröffneten alten Boxengasse einen Bereich für klassische Motorräder, denn schließlich wurden auf dem Ring auch schon früher Motorradrennen ausgetragen.

Ein fast schon biblisches Alter werden diese beiden Motorräder amerikanischer Herkunft gehabt haben. Es handelt sich um eine Indian sowie eine Harley-Davidson, bei der mir vor allen Dingen der spartanische Lenker gefällt. Wenn man überlegt, was da heutzutage so alles angebracht ist …

Bei keiner Veranstaltung fehlen dürfen anscheinend ältere Maschinen aus dem Hause Honda. Hier waren es eine Honda CB 500 Four und eine Honda CB 750 Four, beides klassische Vertreter der 70er Jahre.

Auch interessant war die Nutzung des eigentlich für sportliche Zwecke gedachten Seitenwagens dieser alten BMW, der kurzerhand zur Schlafstätte umgewandelt wurde. Der Seitenwagen bot zwar nicht genügend Platz, war aber vermutlich bequemer als der Boden.

Es gab noch ein paar mehr Motorräder Nürburgring Revival 2011, aber zu dieser Zeit lag mein Hauptaugenmerk noch auf den vierrädrigen Fahrzeugen. Daher bleibt es bei nur drei Bildern, die ich euch aber nicht vorenthalten wollte.

Honda VFR 750 F RC24 – der Traum meiner Jugend

Wenn man sich mit dem Thema Motorradführerschein beschäftigt, stellt sich zwangsläufig auch die Frage nach dem passenden Motorrad, dass man nach dem Bestehen der Prüfung und dem damit verbunden Erlangen der Pappe mal pilotieren möchte. Damals war es, wie bereits mehrfach in diesem Blog erwähnt, eine Enduro, die ich als 80er fuhr.

Und das war auch grob das letzte Mal, dass ich mich bewusst mit Motorrädern beschäftigt habe. Somit kamen mir eigentlich nur alte Maschinen in den Sinn. Ganz tief in mein Hirn eingebrannt hat sich dabei das Bild einer weißen Honda VFR 750 F Modell RC24, die es Mitte bis Ende der 80er Jahre gab. Davon hatte ich als Jugendlicher einen Prospekt zu Hause und ich fand das Motorrad einfach nur geil. Der weiße Lack, die dunkelblaue Sitzbank und die güldenen Schriftzüge – einfach ein Traum von einem Mopped.

Und zu ihrer Zeit war die VFR ein richtiges gutes Zweirad, errang regelmäßig Testsiege. Außerdem galt sie als Allrounder und wäre somit wie gemacht für mein Vorhaben. Aufgrund des Alters von nun rund 25 Jahren vermutete ich, dass man die Kisten nachgeschmissen bekommt.

Doch weit gefehlt, denn die günstigste Honda VFR 750 F dieser Modellreihe soll in weiß auch noch 1.000 Euro kosten. Wohlgemerkt mit 78.000 km auf der Uhr. Die nächste Maschine, die das Internet zum gleichen Preis auswarf, hat sogar schon die 100.000er-Marke überschritten. Mit wenn auch nur gering fallender Laufleistung steigen die Preise auf rund 1.600 Euro, das Angebot ist insgesamt eher gering. Für den gleichen Preis bekommt man auch eine wesentlich jüngere 750er anderer Hersteller, die wesentlich weniger gelaufen haben.

Es muss also etwas dran sein, dass die VFR-Modelle nicht weiter im Preis fallen. Und ich muss zugegeben, dass ich sie, obwohl ich noch nie eine gefahren habe, noch immer geil finde.

 

Kawasaki GPZ 900 R Ninja – das Motorrad aus dem Film Top Gun

Eines der ersten Motorräder, die ich Filmen und Fernsehsendungen bewusst wahrnahm, war die Maschine, die Tom Cruise in einem der Kultfilme der 80er Jahre bewegte: Top Gun.

Ich habe den Film als Jugendlicher bestimmt 5.832 mal gesehen und natürlich war “Maverick” nicht nur cool, weil er eine F-14 flog, sondern auch, weil er so ein cooles Motorrad hatte. Es handelte sich dabei um einen Kawasaki GPZ 900 R Ninja Baujahr 1985, von der für den Film angeblich zwei gekauft wurden. Auf imcdb.org gibt es einige Infos und Bilder:

Die Kawasaki kam im Film in verschiedenen Szenen vor. Die berühmteste ist sicherlich die neben der F-14.

Dann gibt es noch die Szene mit der “Verfolgungsjagd, wo Maverick mit der GPZ über eine Kreuzung hüpft und das Objekt der Begierde im Porsche 356 hinterher. Und natürlich auch die gemeinsame Fahrt mit anschließendem Rumgeknutsche auf dem Mopped blieb uns nicht erspart.

Wer heute in Nostalgie schweben und eine solche Maschine kaufen möchte, der wird sich schnell wundern, denn in dieser Farbkombination war hierzulande wohl nur die 750er zu bekommen, die es in den USA nicht gab. Dort gab es nur die 900er und diese auch in der bekannt schwarz-roten Aufmachung.

Eine 85er Kawasaki GPZ 900 R ist nach den Ergebnissen einer aktuellen Suche im Internet bereits ab 300 Euro zu bekommen, das teuerste angebotene Exemplar sollte 1.500 Euro kosten. Allerdings war da noch eine zweite Maschine als Ersatzteilträger bei.

Dann braucht man nur noch die passenden Aufkleber (so Fliegerkram halt) und eine Militärflugbasis in der Nähe und schon kann man sich wie “Maverick” fühlen. :mrgreen:

Harley-Davidson mit Anhänger

In Deutschland hält sich krampfhaft das Klischee, dass sich unsere niederländischen Nachbarn echt an alles was fährt eine Anhängerkupplung bauen. Doch so ganz unberechtigt ist es nicht, denn sogar Motorräder bleiben nicht verschont.

Sind die Satteltaschen voll, aber noch nicht das ganze Zeug für die nächste Tour verstaut, müssen eben praktische Lösungen her. Und bei einer coolen Harley-Davidson ist ein moderner Tankrucksack wohl eher nicht so der Bringer.

Gut, wenn man dann noch ein altes Ölfass sein Eigen nennt, das man prima zum Anhänger umbauen kann. Man muss der Kreativität nur freien Lauf lassen.

Aber Achtung: hier in Deutschland darf ein Motorrad mit Anhänger eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h nicht überschreiten. Da sollte man dann vielleicht doch über einen Tankrucksack nachdenken …

BMW R 1150 GS – der gelbe Riese

Das Telefon läutet. “Hast Du morgen Zeit?” fragt der Bekannte am anderen Ende der Leitung. Er hätte nach Jahren der Abstinenz wieder Bock aufs Motorradfahren und ein eher beiläufiger Blick in eine bekannte Gebrauchtbörse im Netz ließ ihn über ein passendes Angebot stolpern. Er wollte mit dem Wagen hin und das Motorrad auf eigener Achse gen Heimat bringen, während ich seinen Wagen zurückbringen durfte.

Gesagt, getan, am anderen Tag fuhren wir rund 150 km ins Ruhrgebiet und trafen uns mit dem Verkäufer, der das Objekt der Begierde dann auch sogleich aus einer Garage rollte: eine BMW R 1150 GS – in Sonnengelb. Wie schon andernorts in diesem Blog erwähnt, fuhr ich als Leichtkraftrad auch eine Enduro, aber die kleine Yamaha DT 80 LC II hatte mit diesem nun vor uns stehenden Koloss kaum etwas gemein.

Klar, die 1150 GS ist natürlich eine Reiseenduro und entsprechend “klobig” gebaut. Der große Tank, die hervorstehenden Teile des Boxermotors – all das führt zu einem Leergewicht von 249 kg. Dann noch den Tank gefüllt und die Koffer dran und schon hat man ganz ordentlich was an Gewicht zusammen.

Dafür soll die BMW, die mich – und nun werde ich den Zorn aller BMW-Fahrer auf mich ziehen – von vorne betrachtet warum auch immer an Karl Dall erinnert, aber auch total bequem sein und mein Bekannter, der früher schon mal den Vorgänger namens BMW R 1100 GS sein Eigen nannte, war nach der Heimfahrt mehr als begeistert. Einzig die Koffer würden die Maschine ab 160 km/h etwas nervös machen. :mrgreen: Ohne soll die BMW, die aus 1.130 ccm (der Name stimmt also eigentlich gar nicht ;-) ) 85 PS schöpft, laut Werksangabe immerhin fast 200 km/h fahren.

Der Zustand dieser R 1150 GS ist übrigens super, die Maschine ist Baujahr 2001 – dieses Modell wurde von 1999 bis 2003 gebaut und war einige Zeit lang das meistverkaufte Motorrad in Deutschland – und hat gerade einmal rund 18.500 km runter. Die BMW ist also durchaus als neuwertig zu bezeichnen.

Die Ausstattung ist mit ABS und Co. natürlich mehr als reichhaltig und vielleicht kann ich nächstes Jahr, wenn ich den Motorradführerschein habe, auch mal eine Runde damit drehen, auch wenn ich vor dem Gewicht echt Respekt habe.